Wir sind im August 2019 von der Schweiz nach Spanien ausgewandert. Sechs Jahre später zog es uns dann von Spanien nach Paraguay.
Wir sind keine „Auswanderungsspezialisten“. Wir fallen selbst immer wieder mal zu Boden, mal landen wir härter und mal etwas weicher. Und wir treffen manchmal falsche Entscheidungen, die zu Mehrkosten oder anderen Unannehmlichkeiten führen. Kurz gesagt: wir sind alles andere als perfekt. Dennoch möchten wir jeder Person, jedem Liebespaar, jeder Familie und einfach allen, die den Mut aufbringen in einem fremden Land Fuss zu fassen, drei Tipps mit auf den Weg geben und zwar unabhängig davon, in welches Land es euch verschlägt:
- Vergesst auf eurer Reise nicht, weshalb ihr ausgewandert seid. Die Ankunft im neuen Land braucht Zeit und manchmal sehnt man sich so sehr nach dem, was man aus der alten Heimat kennt, schätzt und liebt, dass man vergisst, was man in der neuen Heimat eigentlich suchte.
- Haltet nicht zu sehr an eurer Definition von „normal“ fest. Was bisher in eurem Leben normal war, muss nicht zwangsläufig in der neuen Heimat als normal gelten. Dinge werden anders gemacht. Menschen denken und verhalten sich anders. Sachen riechen und schmecken anders. Vergesst nicht, für die Einheimischen ist das, was für euch fremd und neu ist, total normal.
- Kämpft, aber erzwingt nichts. Es gibt manchmal Situationen, in denen machen wir alles richtig, geben 150 % Prozent und machen von jedem Ass im Ärmel Gebrauch, und dennoch kappt es am Schluss einfach nicht. Das ist kein Grund sich zu schämen! Manchmal soll etwas einfach nicht gelingen und manchmal erkennen wir Jahre später, wieso es rückblickend betrachtet vielleicht einfach nicht sein sollte.
